*Update: Bin mittlerweile auf das umfangreichere Linux “Mint” umgestiegen. Ab Haus aus alles dabei und die Oberfläche - edel, edel, edel…
…kann ich nur sagen. Quasi ein MAC OS-Feeling mit MS Windows-Funktionalität. Allen Neueinsteigern sei es echt ans Herz gelegt.*
Geschafft - nachdem ich schon seit Wochen am überlegen bin, wie ich die technische Situation in meinen vier Wänden optimieren, beschleunigen aber zeitgleich auch einsparen kann, bin ich nun beim guten alten USB-Stick gelandet.
Mein großer, sehr flotter Windows Vista-Arbeitsrechner, der ein wirklich gutes und geschmeidiges Teil ist, hat nämlich einen Haken - viele Lüfter. Die kühlen das fette Arbeitstier auf die passende Betriebs-Wärme runter - bedeutet aber zugleich, dass das “Rauschen” einen gewissen “Soundteppich” im Wohnzimmer ausbreitet. Zudem kommt noch ein leicht defektes Lager des Grafikkartenlüfters *mist* und somit vermischt sich ein Rattern zusätzlich in die Klangkulisse. In Ruhephasen generell unerträglich.
Um außerdem nicht immer am Morgen um 6:30 Uhr mit dem Klima-Anlagengeräusch zu leben, bevor man in die Arbeit hoppelt, weil man ja nur mal kurz die Mails checken möchte - und auch um die Lebensdauer des Gerätes zu erhöhen (teilweise starte ich den Compi ja 4 mal am Tag bedingt duch notwendige Tätigkeiten) und zudem nicht 5 Minuten warten möchte, bis alle Systeme und Programme hochgefahren sind - habe ich nun meinen staubigen Uralt-Rechner vom Abstellgleis geholt und wieder zum Leben erweckt.

Screenshot, allerdings vom kleinen alten Monitor, der Breitbild wird erst heute angeschlossen. Aja, der Rechner hat einen AMD-Athlon XP 2000 mit 256 MB Arbeitsspeicher.
Festplatten, Grafikkarte, Soundkarte, DVD-Rom-Laufwerk, Netzwerkkarte, usw… alles entfernt *weg damit* und ein nacktes Gehäuse mit einem Netzteil und einem All-onBoard-Motherboard übrig gelassen. Hinten meinen Wireless-USB-Stick für den Router rein, vorne einen wuzi-kleinen USB-Stick mit 8GB mitsamt dem Linux “Puppy” eingesteckt und schon geht es wesentlich leiser als mit dem Großen los.
Sehr schön - im Gegensatz zu früheren Experimenten (ich bin und bleibe trotz allem ein Windosen-Anhänger) wurde diesmal erfreulicherweise der Wireless-Stick, die Netzwerkverbindung, das Wireless-Headset sowie Tastur und Co. völlig problemlos erkannt und das Teil war in 10 Minuten komplett eingerichtet. Puppy liegt während des Betriebes im Arbeitsspeicher des Gerätes und verschleißt somit kaum den USB-Stick oder eventuelle Festplatten, usw… quasi unbegrenzt haltbar somit.
Auch eine Skype-Version wurde soeben schnell eingerichtet, Email-Zugriff ebenso und der Rest detto. Damit ist mein “Ich checke mal in der Früh und vorm Schlafen gehen noch schnell die Mails” oder “Hoppla, ich wollte ja noch schnell im Online-Fahrplan nachschauen” sowie “Eine kurze Runde MP3 hören wäre nett” bzw. “Mal einfach ganz in Ruhe entspannt ein langes Mail schreiben” gelöst und mein großes Arbeitstier bleibt von den zahlreichen Kickstart-Eskapaden verschont.
Und man kann auch endlich in Ruhe Emails, Briefe und Interviews schreiben ohne zu glauben, dass man in einem D-Zug sitzt. Im übrigen schaffe ich mir demnächst als Ersatz für den alten, staubigen Bastard einen komplett lüfterlosen, stromsparenden, kompakten Mini-Compi für den Schreibtisch an. Gibt nämlich einige interessante Teile - ähnlich den bei uns aktuellen, aufkommenden “Nettops” - am japanischen, italienischen und sogar afrikanischen Markt (dort als low-cost-Geräte für Hilfsprojekt) um gerade Mal 100 Euro - die für Puppy mehr als ausreichend wären. Dann gäbe es im Wohnzimmer kein Geräusch mehr. Nada, nix, Stille, Ruhe… Konzentration. Die Zwischendurch-kleine-Computer-Wohnzimmer-Session mal wieder einfach genießen.

Puppy-Cat mit dem 8GB USB-Stick, wo mein Zweit-Betriebssystem schlummert. Die Hübsche weiß nämlich, was elegant und “mini” ist.
Einen herkömlichen silent Nettop wie den neuen, durchaus sehr interessanten Acer Revo - den es sogar bereits bei uns schon um die 300 Euronen zum kaufen gibt *gestern entdeckt, man staune* - schaffe ich mir erst an, wenn sie bei der 150 Euro Marke mitsamt Windows XP oder dergleichen angekommen sind. Bis dahin kann man nämlich die 300 Euro besser gleich in ein mobiles Netbook oder als Zusatzinvestition in ein HighEnd-Gerät investieren.
Ach ja, so nebenbei - so ein kleiner Mikrocontroller als Mini-Webserver um 30 Euronen: auch nett.